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Open Source vs. Closed Source

How much freedom does your software need?
15. Oktober 2026 durch
Open Source vs. Closed Source
Landitec GmbH


Open Source vs. Closed Source: 

Wie viel Freiheit braucht Deine Software?


Funktionen? Check. Preis? Check. Bedienbarkeit? Check. Support? Check.
Auf den ersten Blick scheint die Auswahl einer Software ziemlich einfach. Doch was passiert, wenn sich die Anforderungen verändern? Wie flexibel lässt sich das System an die eigenen Prozesse anpassen? Wer entscheidet über die Weiterentwicklung? Und was passiert, wenn der Anbieter irgendwann nicht mehr zur eigenen Strategie passt?

Genau hier lohnt sich ein genauerer Blick auf den Unterschied zwischen Open Source und Closed Source. Denn bei der Auswahl einer Software geht es nicht nur darum, was sie heute kann. Es geht auch darum, wie viel Freiheit und Gestaltungsspielraum sie morgen noch bietet.


Wenn die Software nicht zu den eigenen Prozessen passt


Jedes Unternehmen arbeitet anders. Und früher oder später kommt deshalb fast immer die Frage auf: „Könnten wir das nicht noch ein bisschen anpassen?“

Bei Closed-Source-Software hängt die Antwort davon ab, welche Möglichkeiten der Hersteller vorgesehen hat. APIs, Schnittstellen, Konfigurationsmöglichkeiten oder Erweiterungen können individuelle Anpassungen ermöglichen. Ist eine gewünschte Funktion allerdings nicht vorgesehen, wird es schnell schwierig, teuer oder sogar unmöglich. Bei Open Source bietet der zugängliche Quellcode grundsätzlich mehr Spielraum für individuelle Anpassungen und Weiterentwicklungen – vorausgesetzt, die jeweilige Lizenz erlaubt dies und die entsprechenden technischen Ressourcen stehen zur Verfügung.

Der Grundgedanke ist einfach: Die Software sollte sich möglichst an die eigenen Prozesse anpassen können – und nicht umgekehrt.


Was kostet Software wirklich?


Auch beim Thema Kosten lohnt sich ein Blick hinter den ersten Preis. Bei Closed Source entstehen häufig Lizenz-, Nutzer-, Server- oder laufende SaaS-Kosten. Updates, Wartung und Herstellersupport sind je nach Modell bereits enthalten oder vertraglich geregelt. Bei Open Source fallen je nach Lizenzmodell häufig keine klassischen Lizenzkosten für die Software selbst an. Kostenlos bedeutet allerdings nicht automatisch kostenfrei. Auch hier können beispielsweise Kosten für Implementierung, individuelle Anpassungen, Wartung, Entwicklung oder Support entstehen.

Entscheidend ist deshalb nicht nur die Frage: „Was kostet die Software?“ Sondern vielmehr: „Wie setzt sich der Gesamtaufwand zusammen – und welche Leistungen benötigen wir tatsächlich?“

Auch die langfristige Perspektive spielt eine Rolle: Was kostet die Einführung? Wie hoch sind die laufenden Kosten? Wie aufwendig sind Anpassungen? Und wie frei kann ein Unternehmen entscheiden, wer die Software betreut und weiterentwickelt?

Am Ende sollte das Gesamtpaket betrachtet werden – nicht nur der Preis auf dem ersten Angebot.


Wie abhängig sind wir vom Anbieter?


Je stärker ein Unternehmen mit einem bestimmten System verbunden ist, desto aufwendiger kann ein späterer Wechsel werden. Daten müssen migriert, Schnittstellen neu aufgebaut und Prozesse angepasst werden. Mitarbeitende müssen sich an ein neues System gewöhnen. Aus einem vermeintlich einfachen Softwarewechsel kann schnell ein umfangreiches Projekt werden. Diese Abhängigkeit von einem Anbieter wird häufig als Vendor Lock-in bezeichnet.

Open Source kann hier mehr Unabhängigkeit ermöglichen. Da der Quellcode zugänglich ist, können – abhängig vom jeweiligen Projekt und der Lizenz – auch andere Dienstleister oder Entwickler die Software betreuen, anpassen und weiterentwickeln. Das bedeutet nicht automatisch, dass ein Wechsel immer einfach ist. Aber Unternehmen haben grundsätzlich mehr Möglichkeiten, sich von einem einzelnen Anbieter unabhängig zu machen.


Und was passiert, wenn der Hersteller nicht mehr weiterentwickelt?

 

Eine Frage, die zunächst nach einem Extremfall klingt. Für Unternehmen mit langfristig eingesetzten IT-Systemen ist sie trotzdem relevant. Was passiert, wenn ein Produkt eingestellt wird? Wenn der Support endet? Wenn sich die strategische Ausrichtung des Herstellers verändert? Oder wenn der Anbieter vom Markt verschwindet?

Bei Closed Source hängt die Weiterentwicklung maßgeblich vom Hersteller ab. Ohne Zugriff auf den Quellcode kann ein Unternehmen die Software nicht einfach selbst übernehmen und eigenständig weiterentwickeln. Bei Open Source ist das grundsätzlich anders. Der zugängliche Quellcode ermöglicht es – abhängig von Lizenz, Projekt und Community – dass andere Entwickler oder Unternehmen die Software weiterentwickeln, anpassen oder betreuen. Gerade bei Lösungen, die über viele Jahre Teil der eigenen IT-Infrastruktur sind, kann dieser Aspekt eine wichtige Rolle spielen.


Software ist eine strategische Entscheidung


Open Source oder Closed Source ist deshalb längst nicht nur eine technische Frage.

Es geht auch um:

Anpassbarkeit: Wie gut lässt sich die Software an die eigenen Prozesse anpassen?
Kosten: Welche Aufwände entstehen über den gesamten Lebenszyklus?
Unabhängigkeit: Wie stark sind wir an einen Anbieter gebunden?
Weiterentwicklung: Wer entscheidet über Funktionen, Updates und die Roadmap?
Zukunftssicherheit: Was passiert, wenn sich Anforderungen oder Anbieter verändern?

Closed Source kann dabei durchaus die passende Lösung sein – beispielsweise wenn professioneller Herstellersupport, klar definierte Funktionen und vertraglich geregelte Leistungen im Vordergrund stehen. Wer hingegen Wert auf möglichst viel Kontrolle, Anpassbarkeit und Unabhängigkeit legt, sollte diese Aspekte bereits bei der Softwareauswahl berücksichtigen. Denn Software ist keine kurzfristige Anschaffung. Sie bildet häufig über viele Jahre die Grundlage für Prozesse, Daten und tägliche Arbeit.

Die entscheidende Frage ist deshalb nicht nur, was eine Software heute kann, sondern auch, was ein Unternehmen morgen noch damit machen kann.


scope7: Open-Source-Lösungen für Firewall und Netzwerk

Wie Open Source im professionellen IT-Umfeld eingesetzt werden kann, zeigt scope7. Die Hardware-Appliances lassen sich mit verschiedenen Open-Source-Lösungen kombinieren – beispielsweise mit OPNsense oder pfSense® für Firewall und Netzwerksicherheit, Proxmox VE für Virtualisierung oder flexiWAN für die Standortvernetzung.

Der Vorteil: Unternehmen können die Software passend zu ihren Anforderungen auswählen und mit abgestimmter Hardware kombinieren. Die Appliances werden mit der gewünschten Software vorinstalliert und getestet bereitgestellt. Das erleichtert die Inbetriebnahme und schafft eine flexible Basis für individuelle Netzwerkumgebungen.

Open Source bedeutet dabei nicht, auf professionelle Hardware oder Support verzichten zu müssen. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus offener Software, passender Hardware und einem zuverlässigen Betriebskonzept.


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